Alla scoperta di Roma

12 Sep

Das Goldene Haus

Nachdem Brand von 64 n. Chr., dem ein Großteil des Zentrums von Rom zum Opfer fiel, ließ sich Kaiser Nero eine neue Residenz errichten.

Die Wände waren mit kostbarem Marmor verkleidet, die Gewölbedecken vergoldet und mit Edelsteine besetzt. Ihrer Pracht verdankte die Residenz den Namen: das Goldene Haus. Es wurde von den Architekten Severus und Celere entworfen und von dem Maler Fabullus dekoriert. Das kaiserliche Anwesen besaß neben dem Palast Weingärten, Weiden, Wälder, einem künstlichen See, und barg  Schätze, die im Orient erbeutet worden waren sowie kostbare Werke darunter eine Kolossalstatue des Kaisers als Sonnengott.

Nach dem Tod Neros versuchten seine Nachfolger jeder Spur des Palastes zu tilgen. Die luxuriösen Säle wurden ihrer Verkleidungen und bildhauerischen Werke beraubt und mit Erde bis zu den Gewölbedecken aufgeschüttet. Darauf wurden die großen Thermen der Kaiser Titus und Trajan errichtet. In der Senke, unterhalb des Hügels, wurde das Kolosseum erbaut. Die prachtvollen Wandmalereien und Stuckverzierungen der Domus Aurea blieben bis in das Zeitalter der Renaissance verborgen.

Damals begannen einige Künstler, die von der Antike begeistert waren,  wie Pinturicchio, Ghirlandaio , Raffael, Giovanni da Udine und Giulio Romano, von oben in die Gewölbe , die sie für Grotten hielten, zu kriechen und die Dekorationen, die sie in den vermeintlich Höhlen fanden, abzuzeichnen. Aus diesem Grund wurden diese Dekorationen als Grotesken bezeichnet. Mit der Wiederentdeckung begannen die Probleme der Erhaltung der Malereien und Stuckarbeiten, die auf Grund der Luftfeuchtigkeit rasch verblassten und am Ende erneut vergessen wurden.

Erst in Folge der Entdeckung der Wandmalereien von Pompeji begann die Gelehrten sich erneut für die römischen Grotesken zu interessieren und 1771 wurden die Ausgrabungen des Goldenen Hauses wieder aufgenommen.

Für weitere Information und Details für Besichtigung:

http://archeoroma.beniculturali.it/en/archaeological-site/domus-aurea

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